Kiesabbau ist jetzt nichts Spezifisches, dass nur Tündern betrifft. Der Kiesabbau zieht sich entlang der Weser durch das gesamte Weserbergland und sollte für die Region an der Oberweser eine gemeinsame Ursache haben: Das Ursprüngliche Tal der heutigen Oberwesert ist angefüllt mit am Ende der letzten Eiszeit angeschwemmten Gesteinstrümmern.
Tündern ist umringt von Kiesteichen, von denen einige bereits ausgebeutet sind, andere noch in Betrieb sind. Jenseits der Weser, auf Emmerthaler Grund ist die Auskiesung vor kurzen gestartet worden. Liegt zwar jetzt nicht auf dem Gemeindegebiet, grenzt aber direkt daran. Kies und Sand sind wichtige Rohstoffe für die Zivilisation derzeitiger Prägung. Vor allem die Bauindustrie ist auf Sand und Kies angewiesen, ist als Zuschlagsstoff für flüssiges Gestein nur schwer zu ersetzen. Darüber hinaus wird Sand in der Landwirtschaft und im Gartenbau benötigt. Es gibt von daher eine wirtschaftliche Bedeutung für den Kiesabbau.
Gefördert wird in dieser Gegend unter Wasser mit Seilbaggern von einem Ponton aus. An einem Seil wird die Baggerschaufel herabgelassen, greift Sand und verschließt sich zum hochziehen. Diese Baggerschaufeln gehen schon einmal verloren und wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, war ich wärend meiner Zeit als Taucher zweimal auf der Suche nach verloren gegangenen Baggerschaufeln in aktiv ausgekiesten Gruben unterwegs. Durch aufgewirbelte Schwegstoffe Sicht Null, Orientierung Null.
Vom Ponton aus wird der geförderte Gesteinsschotter über ein Laufbandsystem zur Aufbereitung verbracht und nach Gesteinsgröße getrennt.
Einmal zu den Kiesteichen. Die Kiesteiche gehören zum Flusssystem der Weser und sind Fließgewässer.