Schublade Monochrom. Ich habe mit Monochrom ein Problem, ein dickes Problem. Nein nicht mit dem fotografieren, aber mit dem was unter monochromer Fotografie verstanden wird – Punkt. Gehe ich in irgendwelche Gruppen zu diesem Thema, was sehe ich: Graustufenbilder, üblicher weise als Schwarzweiß bezeichnet. Frage ich einen Fotografen, was kommt dabei heraus: Graustufenbilder, üblicherweise als Schwerzweiß bezeichnet.
Begriff
Der Begriff „Monochrom“ leitet sich vom altgriechischen μὀνος, monos = „einzig“ und χρῶμα, chroma = „Farbe“ ab.
Bedeutet also, bezogen auf ein Bild / Foto das dieses aus einer Farbe aufgebaut ist. Variieren kann diese Farbe durch hinzufügen von Schwarz, Weiß oder einem Grauton.
Inwiefern die Grundfarbe durch Variation innerhalb einer Farbfamilie (Palette ähnlicher Farben) aufgebaut werden kann, lasse ich hier einmal offen.
Synonyme: Einfarbig, Ton-in-Ton, uni / Unifarben, monochromatisch
Exkurs Farbfamilie
Etwas, das ich im Zusammenhang mit Monochromie mit ins Spiel bringen muss: Die Farbfamilie. Farben, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit miteinander zu einer Gruppe, der Farbfamilie, zusammengefasst werden. Gelb ist nicht gleich Gelb, Rot nicht gleich Rot. Das menschliche Auge kann etwa 200 unterschiedliche Farbtöne wahrnemen. Diese Palette wird erweitert um Variationen mit Helligkeit, also ein mehr an Schwarz, Weiß oder einem Grauton.
Monochromie in der Malerei
Monochrom, Monochrome oder auch Monochromie ist ein Begriff, der sich nicht nur auf die Fotografie beschränkt. Er zieht sich durch die bildende Kunst und Design.
Die monochrome Malerei, auch Monochromie (Einfarbigkeit, einfarbiges Farbschema, Einfarbmalerei, monochromatische Farbharmonie, monochromatisches oder monochromes Farbschema) bezeichnet eine Farbbeziehung (Farbzusammenstellung), bei der einer einzigen Farbe eine das Werk beherrschende Bedeutung zukommt. Man verwendet eine Farbe als Basisfarbe (Akzentfarbe, Basiston, dominante Farbe, Grundton, Hauptfarbe) und ergänzt sie meist mit hellklaren (verweißlicht, weiß-aufgehellt), grau-getrübten (vergraut) oder dunkelklaren (verdunkelt, schwarz-abgedunkelt) Nuancen dieser Farbe. Kontraste sind im Allgemeinen schwach oder gar nicht vorhanden. Ein Beispiel ist Blau, kombiniert mit Hellblau, Graublau, Dunkelblau und entsprechenden Zwischentönen (Wikipedia)
Achromatische Farben
Wörtlich genommen, unfarbliche Farben. Hört sich zunächst widersprüchlich an, im allgemeinen werden die Träger der Farben, also ein physischer Stoff ebenfalls als Farben bezeichnet. In der Fotografie werden hellere oder dunklere Töne einer Farbe oder Grautöne über die Helligkeit erzeugt. Also die Intensität des Lichtes. Das geht in der Malerei nicht, hier benötigen Helligkeitsunterschiede ebenfalls einen physischen Träger, achromatischen Farben, farbneutral zwischen Schwarz und Weiß. Diese kommen direkt oder zu grautönen vermischt unmittelbar zum Einsatz oder sie werden zur Aufhellung (Weiß) oder zur Abdunkelung (Schwarz) zum Einsatz. In der Bearbeitung digitaler Fotogrfien gibt es bei (fast) allen Bearbeitungstools die Option den Schwarz- bzw. den Weißanteil des Bildes total oder partionell zu verändern.
Monochromie in der Fotoindustrie
Werbung ist der Bereich im Leben, in dem die Sprache schon mal vergewaltigt wird. Da wird aus einer Inhaltsliste eine Formulierung, da wird aus einer Kamera ohne Farbfilter schon einmal eine monochrome Kamera.
Umfang
Was gehört zur monochromen Fotografie oder kann dazu gehören
Schwarzweißbilder
Grauscalierte Bilder gehören nicht zur Monochromatie (Wikipedia en). Grautöne sind keine Farben sondern stehen für Helligkeitsunterschiede. Im Auge werden sie unabhängig farbunabhängig erfasst (Stäbchen). Allerdings gibt es auf der Palette eines Malers
Schwarzweißbilder gehören nur eingeschränkt zum Monochromatie. Es gibt einen dominierenden Grauton, der
Schwarzweißaufnahmen
Reine Schwarzweißaufnahmen (Graustufen) werden in der Fotografie häufig mit monochromen Aufnahmen gleichgesetzt. Ob sie im Sinne der Definition von Einfarbigkeit dazu gehören, weiß ich nicht. Die Zugehörigkeit ist direkt davon Abhängig, was unter Farbe verstanden wird. Auf der einen Seite sind Scharz und Weiß in der Kunstmalerei Farben, die aus der Tube kommen. Schwieriger wird es, Farbe mit der Trichromatiziät in einklang zu bringen.
Eigenschaften als Stilmittel
Einfarbigkeit
Monochromie basiert, wie der Name bereits aussagt, auf einer Farbe, bzw. auf einem Grauton, welche(r) das Bild bestimmt.
Minimalistisch
Monochromie beschränkt die
Abstraktion
Monochromie reduziert.
Emotionale Wirkung
Farben stehen für Emotionen