Autodidakt

Ich gehöre zu der Personengruppe, die sich das Fotografieren selbst beigebracht hat, ohne Facebook – Gruppen, ohne YouTube – Tutorials, aber mit der Kamera in der Hand. Ich musste dabei einige Sachen lernen, die ich nicht mehr vermissen möchte:

Ich musste lernen, die technische Historie aus dem Foto zu lesen

Eine Kamera ist ein Werkzeug und wie jedes Werkzeug hinterlässt es Spuren am Werkstück, in diesem Fall dem Foto. Die Brennweite gestaltet das Verhältnis der Objekte zueinander, die Belichtungszeit die Art und Weise, wie Geschwindigkeit abgelichtet wird, zusätzlich verwendetes Licht ändert die Schatten und Kontraste, … . Als Fotograf, als Fotografin sollte man dieses abschätzen können.

Ich musste lernen, ein Motiv aus meinen Augen zu betrachten

Nein, es zählt nicht, was andere machen. Es zählt auch nicht, was andere von meinen Fotos halten. Ein Foto muss zunächst mir gefallen und meiner Vorstellung entsprechen. Grade in einem Umfeld, in dem fast alles schon vielfach  abgelichtet worden ist ist das die Möglichkeit nicht unter zu gehen.


Meine technische Historie

1975      Erster Kontakt zur Fotografie

1977      Meine erste Spiegelreflexkamera, eine Praktika L, Made in GDR mit F2,8 50 mm Standardobjektiv aber dafür ohne Autofokus, Schnittbildindikator und Mattscheibe war angesagt, ohne TTL-Belichtungsmessung, ohne Belichtungsautomatiken, ohne Kreativprogramme, ohne Bildstabilisierung, ohne Dualkartenslot, ohne Videofunktion, aber dafür mit M42 Schraubanschluss. Zunächst belichtet nach Tabelle und die SW-Filme selbst entwickelt, funktionierte. Als Ergänzung kam dann noch ein Handbelichtungsmesser, ein F2,8 28 mm Superweitwinkel, ein F2.8 135 mm Tele und ein Telekonverter hinzu. Hat funktioniert.

1982      Umstieg auf Voigtländer und das erste Telezoom. Die Voigtländer, damals noch Made in Braunschweig, war meine erste Kamera mit Bajonett. M42 als Quasistandard war mehr oder weniger tot, weil die Präzision eines M42 Anschlusses für die damals notwendigen mechanischen Durchführungen vom Gehäuse zum Objektiv nicht mehr ausreichte.

1986      Umstieg auf Canon FD mit einer Canon T90, der Colani V1

1990      Weg vom Canon FD-Bajonett hin zu Canon EF, wegen eines FD 2.8 200mm L etwas schmerzhaft, als Gehäuse eine Canon EOS 33. Das Gehäuse ist heute noch gelegentlich im Einsatz.

1998      Erste digitale Experimente mit einer Sony Mavica MFC-FD7. Das Brotgehäuse besaß ein fest verbautes Objektiv (F1,8 4,2-42 mm / 40 – 400 mm bezogen auf das 35mm Format), eine Belichtungsautomatik mit Belichtungszeiten von 1/60 bis 1/4000 Sekunde, VGA-Auflösung (640*480 Pixel²) und speicherte die Fotos auf einer 3,5 Zoll Diskette. Nach jeder Betätigung des Auslösers schrappte es in der Kamera und man musste sich ruhig halten.

2000      Canon Powershot G1, eine Kompaktkamera mit 3 MPix Auflösung.

2001      Die erste wirkliche Konkurrenz zur klassischen Fotografie: Minolta Dimage 7 HI. 5 MPix Auflösung, fest verbautes Objektiv, ELV – Sucher. Leider ein Batteriefresser, Akkus funktionierten wegen der geringen Spannung nicht.

2004      Vollständige Umrüstung auf Digital mit einer Canon EOS 20D, ein Jahr später kam noch eine 30D hinzu.

2009      Vollformat, zunächst mit einer Canon EOS 5D Mark II

2018      Olympus als Zweitsystem


Olympus Live Composit
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Olympus Live Composit

Fotografieren bei Dunkelheit hat etwas Faszinierendes. Langzeitbelichtungen mit dem satte Schwarz der Nacht, aus dem die hellen Bildteile sich hervorheben, LowKey Outdoor. Für die meisten fotografischen Aufnahmen bei Nacht, reicht…

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