Modellierung versus Programmierung
Kennzeichen von SAP BW war von der ersten Version an, dass Datenflüsse nicht programmiert sondern über eine mehr oder weniger graphische Oberfläche aus Standardelementen modelliert worden sind. Möglich ist dieses, weil sich Datenflüsse ausschließlich innerhalb einer vorgegebenen Standardarchitektur bewegen. Diese Architektur deckt die Fuktionalität des Betriebszweckes Data Warehousing vollständig ab. Erweiterungen die darüber hinausgehen, werden in eigenen, nachgeschalteten Systemen durchgeführt.
Entsprechend des Betriebssweckes werden auf einem Data Warehouse üblicherweise keine trnsaktionalen Änderungen an den Daten vorgenommen. Modifikationenn können im Datenfluss vorgenommen werden, diese betreffen allerdings den Datenbestand, nicht einzelne Datensätze.
Die Modellierung erhöht durch die Kapselung der Eigenschaften eines Designelementes die Konsistenz des Systems. Es können automatisierte Prüfungen auf deren Konsistenz und Lauffähigkeit durchgeführt werden.
Datenfluss
Moddellierungselemente
| Design | Laufzeit | |
|---|---|---|
| InfoObject | Beschreibung von Daten Kapselung der Eigenschaften für Erfassung, Speicherung und Darstellung | Bereitstellung von Stammdaten |
| DataSource | Datenintegration | Übernahme der Daten aus einer fremden Umgebung |
| advanced DataStore Object | Speicherort mit persistenter Datenhaltung | Persistente Datenspeicherung Aufbereitung für die Analyse |
| InfoSource | Knoten im Datenfluss | Virtuelle / temporäre Datenspeicherung |
| CompositProvider | Definition einer UNION oder JOIN Verknüpfung mehrerer Datenquellen | Zusammenführen von Daten |
| Datentransferprozess | ||
| Transformation | ||
| Open ODS View | ||
InfoObject
Kernelement der Modellierung eines Datenflusses auf einem SAP BW System.
Ein InfoObject kapselt die Eigenschaften für Eingabe, Speicherung und Darstellung. Die Kapselung ermöglicht es bereits während des Entwurfs eine automatische Prüfung auf Konsistenz durchzuführen. Diese Kapelung ist Grundlage für die automatische Generierung der Laufzeitobjekte bei deren Aktivierung.
InfoObjecte können in einer der fünf unterschiedlichen Grundtypen ausgeprägt sein:
- Merkmale für Eigenschaften
- Kennzahlen für quantitative Daten
- Einheiten für die Beschreibung der Kennzahl
- XXL-Merkmal für die aufnahme eines LOBs
- Zeitmerkmale für die Beschreibung eines Zeitpunktes
Das Laufzeitobjekt ist Träger zusätzlicher Informationen:
- Texte für die Beschreibung
- Stammdaten für die Beschreibung einer Entität
- Hierarchien für eine hierarchische Darstellung der Merkmalsauspräungen
DataSource
Die DataSource dient der Integration von Daten. Über die DataSource wird spezifiziert, aus welchen Quellsystem welche Daten wie übernommen werden.