Datenfluss innerhalb SAP BW4/HANA

Wie sage ich es einer technisch unbedarften Person, die nie etwas von IT oder DW gehört hat?

Eine Binsenweisheit: Der große Unterschied zwischen einem ERP-System und einem BW-System oder allgemein einem DW ist, das auf einem Data Warehouse Daten aus verschiedenen Quellen gesammelt und für die Analyse optimiert bereitgestellt werden. Datenerfassung oder -änderung findet hier nicht statt. Dieses ist der Bereich der ERP-Systeme.

Was ist ein Datenfluss

Ein Datenfluss beschreibt den Weg der Daten von einem Startpunkt / Quelle über mögliche Bearbeitungs- und Prozessstufen oder Anwendungen hin zu einem Zielpunkt. Ein Datenfluss kann durchaus über mehrere Organisationen und Systeme gehen, Um in der Elektriztätswrtschaft zu bleiben: Der Datenfluss der Zählerstände intelligenter Meßeinrichtungen. Hier entstehen die Daten innerhalb der Messapparatur, werden von dort auf Abruf an die Server des Messstellenbetreibers weitergegeben von wo aus sie über die Marktkommunikationsschnittstelle an die Abrechnungssysteme der Lieferanten und Netzbetreiber geliefert werden können.

Dargestellt werden Datenflüsse durch ein Datenflussdiagramm

Schränke ich den Datenfluss auf das Data Warehousing ein, gibt es zwei Szenarien:

  • die ETL – Prozesse für das Sammeln, Transformieren und Laden der Daten aus dem Quellsystem und
  • das Staging innerhalb des Warehouses

Manuelle Eingriffe sind üblicherweise auf einem Warehouse nicht vorgesehen. Diese entsprechen nicht dem Zweck eines Data Warehouses.

Datenfluss innerhalb eines SAP BW4/HANA

Beschreibt ein genau definiertes, spezielles Szenario in einer wohldefinierten Umgebung.

Der Datenfluss beschränkt sich auf Datenflüsse innerhalb eines SAP BW4/HANA – Systems. Während bei der allgemeinen Definition eines Data Warehouses der gesamte Weg von der Datenbank des Quellsystems hin zum Speicherort auf dem Data Warehouse betrachtet wird. Auf Quellsystemen aus dem SAP-Universum stehen standardmäßig ensprechende Zugriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese müssen nur ergänzt werden, wenn hier Abweichungen vom Standard notwendig sind.

Ich kann mich also auf mein SAP BW4/HANA System beschränken. Frage: Was benötige ich, um einen Datenfluss zu Beschreiben?

So aus dem Bauch beraus:

  • Datenquelle
  • Möglichkeiten um Daten dauerhaft (persistent) zu speichern
  • Möglichkeiten um Daten temporär zu speichern
  • Möglichkeiten um Daten zu verschieben
  • Möglichkeiten um Teilmengen von Daten zu bestimmen, es werden ja nicht immer alle Daten überall benötigt
  • Möglichkeiten um Daten zu veränder und zu ergängen (Transformation)
  • Möglichkeiten um Daten aus unterschiedlichen Quellen zu verknüpfen

Ich stelle es einmal ausserhalb meiner Liste dar:

  • Einen standardisierten Baustein mit dem ich meinen Datenfluss aufbauen kann.
  • eine Möglichkeit, Stammdaten getrennt von den Bewegungsdaten zu organisieren. Dieses erleichtet den Aufbau und ermöglicht zeit- und zeitunabhängige Darstellung der Stammdaten in einer Abfrage.

Modellierung statt Programmierung

Modellierungselemente

Es handelt sich um ein einzelnes, wiederkehren und wohldefiniertes Szenario, das abgebildet wird.

Klassisches BWÜbergangBW/4HANA
BausteinInfoObjectInfoObject
HerkunftssystemQuellsystemQuellsystem
DatenintegrationDataSourceDataSource
Persistente DatenspeicherungInfoCube
HybridProvider
DataStore Object
PSA-Speicher
InfoCube (on HANA)
advanced DataStore Object
advanced DataStore Object
Virtuelle (temporäre) DatenspeicherungInfoSourceInfoSource
DatenbearbeitungTransformation
DatenbewegungDatenTransferProzess
DatenverbindungMultiProvider
InfoSet
CompositProviderCompositProvider

Ein Element mit zwei Funktionen:

  • Bauelement
  • Träger der Stammdaten (Attribute, Texte, Hierarchien)

Als Baustein für den Aufbau aller weiteren Elemente in einem SAP BW/4HANA – System kapselt das InfoObjekt alle Angaben, die für die automatische Generierung des Laufzeitobjekts notwendig sind. Dieses umfasst Angaben zur Dateneingabe, Datenprüfung, Speicherung, Darstellung in Ausgabeprozessen.

InfoObjects können in unterschiedlichen Varianten generiert werden:

  • Merkmale
  • Kennzahlen
  • Einheiten

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