| Reaktortyp | Druckwasser |
| Grundlage | Thermodynamik |
| Bau | 03.12.1973 Bauantrag 08.06.1976 erste Teilerrichtungsgenehmigung |
| Inbetriebnahme | 01.09.1984 Reakter das erste Mal kritisch 01.02.1985 kommerzieller Betrieb |
| Stilllegung | 31.12.2023 |
| Leistung | 3.900 MW thermisch 1.430 MW elektrisch |
Bei mir (fast) direkt vor der Haustür, das Kraftwerk Grohnde – ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Ein Stück Technologie der 1960er Jahre – groß, zentral – und folgt damit der damaligen Steuerungs- und Regeltechnologie. Computer waren damals groß und laut, passten miniaturisiert in einen größeren Raum, hatten dabei aber nicht einmal die Kapazität meiner Smartwatch. Daten konnten damals bereits zwischen Computern ausgetauscht werden, langsam, zu hohen Kosten und meist im universitären Bereich zu Forschungszwecken. Aus eigener Erfahrung: Ich habe das Programmieren in den 1980ern an der Uni noch mit einer Lochkartenstanze geübt.
Ich nutze hier das Kürzel KWG aus reiner Gewohnheit. Beide Kürzel werden als von Gruppen als identitätsbildendes Aushängeschild eingesetzt, das ist mir nicht entgangen.
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Pro / Con Kernenergie
Vorab: Ich gehöre nicht zu den Leuten, die Angst vor Großtechnik haben. Jede Tätigkeit hat ihre Risiken, auch ein Kernkraftwerk. Ein Risiko setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, der Eintrittswarscheinlichkeit und dem möglichen Schaden. Bei einem professionell betriebenen KKW ist das erste sehr gering aber nicht Null, der mögliche Schaden allerdings extrem, das haben Tree Miles Island, Tschernobyl und Fukuschima gezeigt. Man muss sich darüber Gedanken machen, aber es ist für mich kein Grund zur Panik. Es gibt genügend Gründe gegen die Museumstechnologie, nur wenige die dafür sprechen.
Zentrales Erzeugungskonzept
Kernkraftwerke gehören zu den Großkraftwerken, egal ob nun mit 1.400 MW oder 500 MW Leistung. Sie binden eine hohe Leistung punktuell im Netz. Derartige Punkte bieten ein wesentlich größeres Potential für Angriffe.
Großanlagen zu konzipieren und zu bauen dauert. Bei Kernkraftwerken kommt noch zusätzlich die Problematik mit dem nuklearen Teil des KW hinzu.
Ein anderer Aspekt, der aus der hohen Leistung folgt, ist das Ausfallszenario. Was geschieht, wenn von einer Sekunde zur anderen plötzlich 500 oder 1.400 MW Leistung fehlen, weil das Kraftwerk abgeschaltet werden muss. Die Reservevorhaltung muss mit einkalkuliert werden.
Durch ihre Leitung binden sie Anbieter an wenige Quellen.
Nischentechnologie
Egal wie gedreht: Die für den nuklearen Teil der KKW verwendete Technologie ist ausschließlich hier verwendbar. Alles was verwendet wird, muss speziell für diese Anwendung entwickelt werden. Das treibt die notwendigen Investitionen in die Höhe.
Hinweis: Die in den 1970ern gebauten Kernkraftwerke sind bereits in Kleinserie gebaut worden um Entwicklungs- und Zulassungskosten zu sparen. Ab welcher Seriengröße die Entwicklungskosten pro Einheit deutlich sinken, weiß ich nicht. Die Frage ist allerding, wieviele Kraftwerke überhaupt benötigt werden.
Nischentechnologie
- Entwicklungskosten