Entflechnung / Unbundling

Rückblick


Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzt 2004

In der Branche wurde bereits ab Mitte der 90er Jahre über eine Neustrukturierung diskutiert.

Die Elektrizitätswirtschaft ist auf europäischer Ebene organisiert.


Geschäftsmodell

Das Netz wird für Kleineinspeisung geöffnet (KWK, EEG …) entsprechend basiert das Modell sowohl auf Einspeisepunkten (Erzeugung) als auch auf Ausspeisepunkten (Verbraucher, Weiterleitung).

Es entstanden klar definierte Rollen für Teilbereiche der Stromversorgung (Marktrollen), nicht enthalten sind im EnWG koronale Geschäftsbereiche der Branche (Anlagenbau, Drückerkolonnen). Die Beschreibungen der Rollen enthalten genaue Definitionen ihrer Pflichten und Aufgaben.

Die Rollen sind in unterschiedlicher Form miteinander Zusammenfassbar.

Das Modell basiert auf einem gemeinsam genutzten Netz, dass diskriminierungsfrei genutzt werden kann.

Marktrollen

Lieferer

Aufgaben:

  • Organisation / Strombeschaffung der Belieferung des Kunden mit Energie.
  • Rechnungslegung.
  • Ansprechpartner für Fragen der organisatorischen Strombelieferung.

Zugeordnete Objekte:

Erzeuger / Strombörsen

Aufgaben:

Messstellenbetreiber

Aufgaben:

  • Beschaffung (Messung) und Bereitstellung der Messdaten (Einspeisung, Verbrauch) für Abrechnungs- und Steuerungszwecke

Verteilungsnetzbetreiber

Aufgaben:

  • Betrieb, Instandhaltung und Entwicklung des Stromverteilungsnetzes zur Versorgung der Letztverbraucher.
  • Ansprechpartner des Kunden bei Störungen in der Versorgung.
  • Abwicklung der Liegenschaften (Konzessionsabgaben).

Übertragungsnetzbetreiber

Aufgaben:

  • Betrieb, Instandhaltung und Entwicklung eines übergeordneten Höchst- und Hochspannungsnetze,
  • Systemdienstleistungen
  • EEG-Mengen Abwicklung

Europäische Ebene:

Deutschland:

  • TransnetBW
  • Tennet
  • Amprion
  • 50Hertz Transmission GmbH

Zugeordnete Objekte:


Poolmodell

Strom ist ein einheitliches Produkt ohne inerte Merkmale, Strom ist unsichtbar, Strom ist nich zu riechen und zu spüren. Macht das Marketing schwierig, hat aber für den Kunden (Letztverbraucher) den Vorteil, das die Quelle seines Verbrauchs relativ irrelevant ist.

Welche Mengen ein- bzw. ausgespeist werden können nur durch Messung oder Abschätzung bestimmt werden. Das Stromnetz besitzt nur eine sehr geringe Trägheit, daher müssen die Strommengen in Zeitabhängigkeit erfasst werden.

Messprofil

Bilanzierung

Jeder Einspeise- bzw. Ausspeisepunkt ist eindeutig festgelegt und genau einem Bilanzkreis zugeordnet.

Bilanzierung

Die Bilanzierung ist ein Verfahren um in einem Netz fließende Strommengen zu zu einem Lieferer zuordnen zu können.

Bilanzkreis

Der Bilanzkreis ist ein atomarer Bestandteil der Netzbilanzierung

  • Bilanzkreise dienen der Transparenz und Abrechnung von Strommengen.
  • Innerhalb einer Regelzoene sind von einem oder mehreren Netznutzern Bilanzkreise zu bilden. Diese müssen mindestens aus einer Einspeise- oder Entnahmestelle bestehen (StromNZV §4 (1).
  • Bilanzkreise werden von einem Bilanzkreisverantwortlichen geführt.
  • Bilanzkreise können auch für Zwecke errichtet werden, die nicht der Belieferung von Letztverbrauchern dienen (StromNZV §4 (1).
  • Die Untergliederung eines Bilanzkreises in Unterbilanzkreise ist zulässig. Die Salden des Bilanzkreises werden dann einem anderen Bilanzkreis zugeordnet (StromNZV §4 (1).
  • Jede Einspeise- oder Entnahmestelle genau einem Bilanzkreis zuzuordnen (StromNZV §4 (3).

-siehe Bilanzierung

Regelzone

Definition

Regelzone im Bereich der Elektrizitätsversorgung das Netzgebiet, für dessen Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve ein Betreiber von Übertragungsnetzen im Rahmen der Union für die Koordinierung des Transports elektrischer Energie (UCTE) verantwortlich ist (§3 EnWG Pos. 30)

siehe Regelzone


Systemdienstleistungen

Systemdienstleistungen sind zum Betrieb von Übertragungs- und Verteilungsnetzen erforderliche Dienstleistungen, einschließlich Regelreserve und nicht frequenzgebundener Systemdienstleistungen, jedoch ohne Engpassmanagement.

Frequenzgebundene Systemdienstleistungen

nicht frequenzgebundene Systemdienstleistungen

  • Einspeisung von dynamischen Blindstrom
  • Trägheit der Netzstabilität
  • Kurzschlussstrom
  • Schwarzstartfähigkeit
  • Inselbetriebsfähigkeit

Close Menu
error: Content is protected !!