Die tündersche Mühle, direkt am Weserradweg gelegen, ist eines der Freistellungsmerkmale von Tündern. Es handelt sich hierbei um einen im Jahr 1883 vom Mühlenbauer Redecker aus Börry, gebauten Erdholländer. Dieser Typ von Mühle hat kein Untergeschoss, so dass die Enden der Mühlenflügel bis nahe an den Boden gehen. Die Bedienung der Flügel kann so vom Boden aus erfolgen und der Müller ohne Hilfsmittel bei Segelgatterflügel in die Flügel klettern.

Dieser Typ von Mühle wird auch Grundsegler oder, weil der Obere Teil der Mühle ist drehbar um die Flügel nach dem Wind auszurichten, Kappendreher.

Die Mühle wurde 10 Jahre nach ihrer Erstellung zunächst von Carl Lampe für 350 Goldmark gepachtet und 1897 für 9.500 Goldmark gekauft. 1900 kam für 13.000 Goldmark das Wohnhaus hinzu. Bis heute befindet sich die Mühle in Familienbesitz.

Genutzt wurde die Mühle zunächst als Schrotmühle um das Getreide für die Bauern zu Schrot zu mahlen, das als Viehfutter verwendet wurde. Um die Mühle vom Wind unabhängiger zu machen, wurde 1921 ein zusätzlicher elektrischer Antrieb eingebaut. 1927 wurde zusätzlich ein Walzstuhl eingebaut, so dass die Mühle auch Mehl produzieren konnte. Der Betrieb wurde Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre aufgegeben.

Restauration und Brand

1979 wurde die Mühle Restauriert, ein Jahr später schlug der Blitz in das Gebäude ein und brachte es zum brennen. Der Brand zerstörte weite Teile der Mühle im oberen Bereich.



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