Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, da wurde in Hameln noch Getreide zu Mehl gemahlen. Die Ära endete Anfang 2013 mit der Schließung der Kampffmeyer Wesermühle Hameln. Das Ende dürfte viele Ursachen gehabt haben, zum einen konnte Getreide nicht mehr per Schiff antransportiert werden, die Schleuse Hameln ist für die Größe moderner Binnenschiffe schlicht weg zu klein, zum andern soll es interne Probleme gegeben haben. Ist Schnee von Gestern.

Die Wesermühle bestand ursprünglich aus drei Gebäuden, zwei davon an der Einfahrt zum Hafen und eines auf dem Werder:

  • Mühlengebäude
  • Getreidesilo
  • Flusskraftwerk

Das Mühlengebäude wurde zusammen mit dem Flussraftwerk Ende 1949 nach einer Bauzeit von nur 14 Monaten in Betrieb genommen. 75 Meter lang, 8 Stockwerke hoch steht das Gebäude der Mühle an der Einfahrt zum Hafen. Flussschiffe konnten das Getreide direkt anliefern.

Das Flusskraftwerk wurde auf den Fundamenten einer ehemaligen, im April 1945 zerstörten Wesermühle errichtet. Dieses Kraftwerk wurde zum Jahrtausendwechsel an die Stadtwerke Hameln verkauft. Diese nutzten die Wasserrechte um hier mit eigenen, wahrscheinlich effektiveren Turbinen Strom auf dem Werder und in der Pfortmühle zu erzeugen. Das Turbinenhaus wurde 2017 abgerissen.

Das dritte Gebäude im Bunde ist das Getreidesilo, 65 Meter hoch, 1963/64 errichtet, Fassungsvermögen 20.000 t Weizen. Es ist das dominierende Gebäude an der Weser.

Aktuell

Die Wesermühle befindet sich im Besitz eines Schweizer Investors. Wenn ich die aktuelle Lage in der Dewezet verfolge, steht ein Nutzungskonzept aus. Rein aus dem Bauch heraus, ohne dafür Beweise zu haben: Das ist für den Investor ein Steuerspar- oder Spekulationsobjekt. Oder warum legt man Geld auf den Tisch und tut dann nichts mit der Immobilie.



Quellen

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