Astronomen brauchen sie, um ihre Teleskope darauf aufzubauen, Vermessungstechniker benötigen sie um ihre Messungen durchzuführen, Musiker verwenden sei um ihre Noten während des Spiels sehen zu können, Chemiker befestigen daran ihre Gläser und und und. Gemeint ist das Stativ, eine Apparatur, um daran Gerätschaften oder irgendwelche anderen Utensilien damit fest aufzubauen. Und genau dieses bedeutet auch der Begriff Stativ: Er leitet sich aus dem Lateinischen „stativus“ ab, was zu Deutsch „feststehend“ bedeutet. Thema dieses Blogs ist nun u. a. Fotografie und hier will ich das Thema auch auf mein Thema einschränken.

Stative sind wohl das erste bekannte Zubehörteil der Fotografie. In der Anfangszeit der Fotografie waren Kameras schwer und voluminös und die Belichtungszeiten waren lang und es gab keine Bildstabilisatoren. Keine Kamera konnte ohne ein Stativ auskommen, so dass bei den ersten Kameras das Stativ mehr oder weniger ein integraler Bestandteil der Kamera war. Die Anfangszeit der Fotografie ist lange her und entsprechend haben sich viele unterschiedliche Formen für die vielfältigen Anwendungszwecke durch Versuch und Irrtum entwickelt. In den letzten Jahren hat sich zwar die Bildstabilisation zu einer Funktion entwickelt, die in Konkurrenz zum Stativ steht, ihn aber nicht ersetzen kann.

Inhalt

Definition

Der Begriff Stativ leitet sich vom lateinischen “stativus” ab, was als feststehend übersetzt werden kann. Gemeint sind damit Vorrichtungen, die dazu entworfen worden sind, eine Apparatur (im Falle der Fotografie Kameras oder Leuchten) fest aufzubauen.

Die Verwendung von Stativen beschränkt sich nicht nur auf die Fotografie, sie werden ebenfalls in anderen Bereichen wie Astronomie und Vermessungstechnik. Selbst Friseure verwenden Stative im Perücken aufzustellen.

Verwendung

Wer braucht ein Stativ?

Verwendung von Stativen ist nicht nur in der Fotografie üblich:

  • Astronomie
  • Vermessungstechnik
  • Musik- und Veranstaltungstechnik
  • Frisöre

Wozu benötigt ein Fotograf ein Stativ?

  • Nutzung aller möglichen Belichtungskombinationen
  • Gewichtsentlastung
  • Präzise Ausrichtung der Kamera
  • Fangschüsse
  • Bei Aufnahmetechniken, die eine feststehende Perspektive benötigen
    • HDR, DRI
    • Fokusstacking
  • Bei Aufnahmetechniken, die eine präzise Kameraführung benötigen
    • Panning
    • Video
    • Timelaps

Typen

Einbeinstative

Zweibeinstative

Dreibeinstative

Sonderformen

  • Reisestativ
  • Heavy Duty (HD) – Stativ
  • Ministativ
  • Transformer Stativ
  • Gorillapod

Vierbeinstative

Gleitträgerstativ

Säulenstativ

  • Andere Bezeichnung(en): Gleitträgerstativ

Bohnensack


Material

Stahl

Aluminium

Carbon

Basalt

Holz


Komponenten


Kennwerte und Anforderungen

Maximale Höhe der Nutzlast

  • Bis zu welcher Höhe der Nutzlast kann ich das Stativ verwenden
  • Wird diese Höhe mit oder ohne Mittelsäule erreicht

Minimale Höhe

  • Die minimale Höhe wird meistens übersehen
  • Kann die minimale Höhe mit oder ohne Umbauten erreicht werden
    • Zu den möglichen Umbauten zählt, dass die Mittelsäule ausgebaut und in gedrehter Ausrichtung wieder eingebaut werden muss. Die Kamera hängt dann auf dem Kopf

Packmaß und Eigengewicht

  • Die überwiegende Zeit wird ein Stativ transportiert, vor Ort meist getragen
  • Das Packmaß gibt an, welches Volumen das Stativ während des Transports einnimmt
  • Das Eigengewicht, welche Masse bewegt werden muss

Maximale Zuladung

  • engl.: Payload
  • Die maximale Zuladung gibt an, bis zu welchen Gewicht der Zuladung der Hersteller des Stativs für seine Eigenschaften garantiert
    • es kann durchaus eine Reserve vorhanden sein.
  • Querstangen, Slider o. ä. können zu einer asymmetrischen Belastung führen, was sich auf die Stabilität auswirken kann.
  • Unterschiedlich abgespreizte Beine können zu einem Verlust an Zuladung führen.
  • Die Kraft, die durch Berührungen des Fotografen oder anderer Personen entsteht, muss mit einbezogen werden

Art der Beine

  • In der Breite der Anwendungen haben sich Teleskoprohre durchgesetzt
    • diese sind anwendungsfreundlich, da die Rohre ineinander verschieben lassen ohne dass das Bein auseinander genommen werden muss
    • Nachteil der Teleskoprohre ist, dass die Rohre immer dünner werden, da der Durchmesser eines Innenrohres maximal so groß sein darf, wie der Innendurchmesser des äußeren Rohres
    • Das Packmaß von Teleskoprohren kann durch Erhöhung der Segmente sehr klein gestaltet werden
    • Je mehr Beinsegmente, desto länger dauert es, das Bein auf die Verwendungslänge zu fixieren.
    • Je mehr Beinsegmente, desto instabiler kann ein Stativ werden
  • Doppelrohrsysteme werden häufig bei Stativen für den Videobereich eingesetzt
    • Doppelrohrsystem bieten eine relativ hohe Verwindungssteifheit, was sich bei Schwenks bemerkbar macht
    • Die Rohre besitzen einen durchgängig gleichen Durchmesser
    • Doppelrohrsystem bestehen häufig lediglich aus zwei Segmenten, besitzen also ein hohes Packmaß

Anzahl der Beinsegmente

Art der Beinverrieglung

Abspreizwinkel der Beine

Verbindungssteifheit

Standfestigkeit

  • Haftung am Boden

Modularität

Wartungsfähigkeit

Pflege


Bildstabilisator versus Stativ

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