Begonnen habe ich mit der Fotografie um 1975. 1977 meine erste Spiegelreflexkamera. Eine Kamera, die bei heutigen Influenzer Angstzustände hervorrufen würde: Eine Praktica L mit 50 mm F2,8 Standardobjektiv:

  • ohne Belichtungsmesser
  • ohne Programmautomatiken
  • ohne Autofokus,
  • ohne FokusPeeking
  • ohne Bildstabilisation
  • ohne Serienbildfunktion
  • ohne automatische Farbtemperaturbestimmung
  • ohne Liveview
  • ohne Videofunktion.

Und das Fratzenbuch gab es damals auch noch nicht. Keine Chance eine Frage in die Gemeinschaft der Un- bzw. Halbwissenden und gelangweilten Trolle zu stellen – nur um nicht in die Bedienungsanleitung sehen zu müssen. Alternativ: Ausprobieren und ein bisschen Rückgrat zeigen, wenn jemand mit irgendwelchen Sprüchen kommt (Du hast doch eine so tolle / dicke Kamera, zeig mal deine Bilder).

Erste digitale Erfahrung bekam ich ca. 1998 mit einer Sony FD Mavica, VGA-Auflösung, Speicherung auf Diskette, ein Spielzeug. Nach Jahrtausendwende kam Minolta mit der Dimage 7 HR auf den Markt. Bereits 5 MPix, 7-fach Zoom, schwenkbarer ELV, allerdings auch ein höllischer Energieverbrauch (Akkus gingen nicht). Mein fast vollständiger Wechsel ins digitale Lager erfolgte 2004 mit Canon.

Ich selber sehe mich mehr als Amateur denn als Profi. Nichts desto Trotz habe ich durchaus ein gewerbliches Interesse an der Fotografie. Ich habe keine Probleme damit, für eine erbrachte Leistung auch ein Honorar zu verlangen. Bezahlung ist auch eine Form der Anerkennung.

Ich mache selbst heute einen großen Bogen um die Mehrzahl der Publikationen im Bereich Fotografie. Sorry, keiner der Hersteller hat ein Sonderabkommen mit den Physikgott, keiner von ihnen hat besonders geniale Ingenieure. Alle Hersteller designen ihre Produkte für den Einsatz bei ihren jeweiligen Kunden, ihrer Zielgruppe. Und Kunden sind sehr unterschiedlich: Die einen brauchen ein Werkzeug, das auch schon einmal als Waffe herhalten muss, andere suchen eine schöne, statusbehaftete Verzierung für ihren Wanst. Ist hier nicht mein Problem.

Ich möchte mich hier um einige Sachen kümmern, die ich für die Fotografie essentiell halte, egal ob mit der Quäke oder mit einer digitalen Mittelformatkamera zum Preis eines Mittelklassefahrzeugs:

  • Bildgestaltung, einschl. Wahrnehmung
  • Aufnahmetechniken
  • Publizierung und Druck

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